Deutliche Entlastung von Hirschau und Wurmlingen durch B 28 neu

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Ausbaupläne für den so genannten Sülchenknoten an der Osttangente Rottenburg und die Anschlussstelle Rottenburg der A 81 zum „Voll-Kleeblatt“ haben die Tübinger SPD- Landtagsabgeordnete Rita Haller-Haid veranlasst, eine Anfrage an die Landesregierung zu richten. Darin wollte sie vor allem wissen, in welcher zeitlichen Abfolge die B 28 neu bis zum Anschlussknoten A 81 realisiert werden soll und wie die Regierung die Möglichkeit beurteilt, im Rahmen einer gestuften Realisierung zunächst den Ausbau des Teilstücks B 28 neu zwischen Tübingen und Rottenburg zu realisieren und danach den Ausbau der Anschlussstelle Rottenburg der A 81 zum „Voll-Kleeblatt“ umzusetzen. Vor allem aber wollte sie wissen, wie die Bevölkerung von Hirschau und Wurmlingen jetzt, bis zum fertigen Ausbau der B 28 neu entlastet werden könne.

Der jetzt vorliegenden Antwort ist zu entnehmen, dass der Ausbau zum Vollkleeblatt an der A 81, den der Bund finanzieren muss, „angesichts begrenzter Mittel derzeit nicht absehbar sei“. Gleiches gilt den Ausbau des Sülchenknotens, der absehbar nicht ausgebaut werde und dessen Ausbau auch im Lichte des B 28-Ausbaus nicht mehr notwendig sei. Allerdings werde dort noch in diesem Jahr eine Ampelanlage installiert, um die Unfallgefahr an der Sülchenkreuzung zu verringern.

Vor allem aber, so die Abgeordnete, sei der Antwort der Landesregierung zu entnehmen, dass selbst das Land durch den Ausbau B 28 neu zwischen Tübingen und Rottenburg eine Verkehrsentlastung von 30 bis 45 Prozent für Wurmlingen und Hirschau erwartet. Angesichts dieser Zahlen müsse das Land „nun endlich beim Bund hinstehen“ und den Ausbau der B 28 beim Bund durchsetzen. “Nicht nur Wurmlingen und Hirschau werden entlastet, durch die neue Trasse werden auch die Durchfahrten von Bühl, Kilchberg und Kiebingen entlastet.“ Die B 28 neu müsse nun endlich so schnell wie möglich gebaut werden, so Haller-Haid.

Gedrückt habe sich die Landesregierung allerdings um die Beantwortung der Frage, welche Konsequenzen sie aus den Untersuchungsergebnissen für Wurmlingen und Hirschau in Zusammenhang mit der EU-Umgebungslärmrichtlinie, der EU-Luftqualitätsrichtlinie und des Bundesimmissionsschutzgesetzes (BImSchG) zu ziehen gedenkt und vor allem welche Möglichkeiten die Landesregierung sieht, die Belastung der Anwohner der Teilorte durch Immissionen, wie Erschütterungen, Feinstaub und Lärm, kurzfristig zu minimieren.

Jetzt gelte es, so Haller-Haid, sämtliche Möglichkeiten für eine schnelle Entlastung, wie zum Beispiel Geschwindigkeitsbegrenzungen und Nachtfahrverbote zu prüfen. Haller-Haid hat angekündigt, bei der Regierung erneut nachzuhaken und eine mündliche Anfrage in den Landtag einzubringen.

„Die B 28 neu muss so schnell wie möglich kommen und Entlastungen für Hirschau und Wurmlingen müssen sofort kommen!“ fordert Haller-Haid.

Den Wortlaut der Antwort finden Sie in der Anlage.

Gez. Rita Haller-Haid

 
 

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