100 Tage Kultusministerin Marion Schick

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Seit 100 Tagen ist die Kultusministerin Marion Schick nun schon im Amt, die Tübinger Landtagsabgeordneten Rita Haller-Haid, möchte diese Jubiläum nutzen um auf die Arbeit von Frau Ministerin Schick einen kritischen Blick zu werfen. „Nachdem der nicht nur glück- sondern auch erfolglose Minister Rau in das Staatsministerium wechseln konnte, hatten wir alle Hoffnung, dass mit einer neuen Ministerin, noch dazu einer Praktikerin auch eine Aufbruch verbunden sein wird. Doch nach den ersten hundert Tagen stellen wir ernüchtert fest: Fehlanzeige.“

Gerade in Tübingen und der Region hatte man von einer neuen Ministerin auch frischen wind erwartet und war davon ausgegangen, dass sie nicht auf den eingetretenen Pfaden ihres Vorgängers Rau wandeln wird. „Mit dem Schulversuch an der Französischen Schule in Tübingen, hatte die Universitätsstadt beste Chancen zum Leuchtturm in Baden-Württembergs Schullandschaft aufzusteigen, doch die Ministerin blockierte und der Schulversuch wurde erst einmal abgelehnt.“, so Rita Haller-Haid am Montag. Und weiter: „Wir werden uns aber weitere für diese Projekt engagieren und werden auch weiterhin für einen offenen Umgang mit den Ideen, Wünschen und Anregungen der Lehrer, Schüler und Eltern kämpfen. Die verbesserte Kommunikation, die erklärtes Ziel des Ministerin bei Amtsantritt war, ist leider noch immer nur im Bekanntmachungsstil zu erkennen. Das Kultusministerium entschiedet und teilt seine Entscheidung im Anschluss den Betroffenen mit. Mitsprache unerwünscht.“

Nach hundert Tagen ist von den erwarteten neuen und eigenen Ansätzen der Ministerin noch nichts zu erkennen. Während sie nicht müde wird, die Bedeutung der frühkindlichen Förderung zu unterstreichen, fehlt es indes an konkreten politischen Projekten in diesem Bereich. Gerade bei Themen wie längeres gemeinsames Lernen, Ganztagsschulen, verbindliche Grundschulempfehlung und achtjähriges Gymnasium fehlt es der Ministerin an inhaltlichen Zielvorgaben.

Und auch die Einführung der neuen Werkrealschule, die gerade in Dusslingen, Gomaringen und Nehren für ein Aufbegehren bei Eltern, Schülern und Lehrern sorgt, hat die Minsterin so unflexibel fortgeführt, wie sie ihr Vorgänger begann.

„Frau Schick hat weder neue Ansätze noch eigene Akzente mit in das Kultusministerium gebracht, diesen Eindruck hat man jedenfalls einhundert Tage nach ihrem Amtsantritt. Wir werden sie weiterhin fordern und werden auf eine gerechte und solide Bildungspolitik für Baden-Württemberg dringen. Schließlich geht es um das wichtigste was wir haben unsere Kinder und deren Ausbildung.“ So Rita Haller-Haid abschließend.

 
 

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